Islamische Moralpolizisten fordern „Scharia-Zonen“

Muslime fordern (wie gewohnt) „denselben Schutz, den es gegen Homophobie und Antisemitismus längst gebe“. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, da gerade diese beiden Disziplinen zum Pflichtprogramm der islamistischen Missionare gehören. Klarer Fall von Opferneid und ein weiterer Versuch, dem von vorauseilendem schlechten Gewissen und exzessiv ausgelebter Toleranz, gebeugten zivilisierten Mitteleuropäer deutlichen Raumgewinn und mehr Rechte abzutrotzen. Der Krummsäbel vergangener Zeiten ist der Presseerklärung gewichen. Die Landnahme geht voran und wird von den Betroffenen nur ungenügend wahrgenommen.

Die „Welt“ vom Tage berichtet:

Vertreter europäischer Muslime stellen absurde Forderungen: In Dänemark wird bereits diskutiert, ob in Teilen des Landes die Scharia gelten soll.

Sonderbehandlung? Ja, bitte! Zwei Nachrichten der letzten Tage, die zusammengehören. Erstens: Auf einer Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OECD), die letzte Woche in Wien stattfand, forderten Vertreter einer „Initiative Europäischer Muslime für Sozialen Zusammenhalt“ die Einführung von „Richtlinien gegen Islamophobie im öffentlichen Diskurs“.

Muslime demonstrieren in London gegen die Flugverbotszone über Libyen
Foto: picture alliance / Photoshot
Eine islamische Organisation in Dänemark hat die Einführung von „Scharia-Zonen“ in von Muslimen bewohnten Gebieten des Landes gefordert

Sonderbehandlung? Ja, bitte! Zwei Nachrichten der letzten Tage, die zusammengehören. Erstens: Auf einer Konferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OECD), die letzte Woche in Wien stattfand, forderten Vertreter einer „Initiative Europäischer Muslime für Sozialen Zusammenhalt“ die Einführung von „Richtlinien gegen Islamophobie im öffentlichen Diskurs“.

Die Redefreiheit in Europa sei mit Verantwortung verbunden, erklärte der Generalsekretär der Initiative, Bashy Quraishy. Man wolle „keine Sonderbehandlung“, sondern denselben Schutz, den es gegen Homophobie und Antisemitismus längst gebe.

Zweitens: Eine islamische Organisation in Dänemark, die sich „Ruf zum Islam“ nennt, hat die Einführung von „Scharia-Zonen“ in von Muslimen bewohnten Gebieten des Landes gefordert. Zuerst in Tingbjerk, einem Vorort von Kopenhagen, dann in Nörrebro, mitten in der Hauptstadt, und später in weiteren Vierteln mit muslimischer Bevölkerung.

„Moralpolizei“ soll Alkoholkonsum überwachen

In diesen Enklaven sollte eine Art „Moralpolizei“ rund um die Uhr darauf achten, dass kein Alkohol konsumiert wird, keine Glücksspiele stattfinden und Diskotheken nicht besucht werden. Ungesagt blieb allerdings, ob diese Restriktionen nur für die Muslime oder alle Einwohner der genannten Viertel gelten sollten.

Gruppen, die ähnliche Absichten verfolgen, agieren inzwischen ganz offen in Großbritannien, Belgien, Frankreich und Spanien. Auch in deutschen Städten fällen „Scharia-Richter“ bei Konflikten unter Muslimen „Urteile“ nach den Regeln des Islam.

Scharia
Foto: picture-alliance/ dpa/dpa Im Norden Nigerias gilt die islamische Rechtssprechung, die von der Scharia-Kommission überwacht wird

Nun käme kein Mensch auf die Idee, in Deutschland lebenden Italienern – beziehungsweise Deutschen mit italienischem Migrationshintergrund – das Recht einzuräumen, ihre Streitigkeiten nach den Regeln der Cosa Nostra austragen zu dürfen. Täten sie es doch, bekämen sie es mit der regulären Justiz zu tun. Allein die Debatte über ein solches „Recht“ wäre eine Absurdität.

Bis jetzt hat auch niemand vorgeschlagen, den Verkauf von Schweinefleisch aus Rücksicht auf die Gefühle von Juden einzustellen oder Kühe für unantastbar zu erklären, um die Integration der in Deutschland lebenden Hindus nicht zu erschweren.

„Islamophobie im öffentlichen Diskurs“

Freilich: So wie die Dinge derzeit liegen, könnte schon dieser relativierende Hinweis als ein Zeichen von „Islamophobie im öffentlichen Diskurs“ verstanden werden. Denn unter „Islamophobie“ fällt alles, was Muslime als unangemessen und verletzend empfinden: Kritik an patriarchalischen Strukturen in Migrantenfamilien, der chronische Mangel an Selbstironie, die Neigung zum schnellen Beleidigtsein aus nichtigstem Anlass.

Der ganze Artikel

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Schalit-Deal zeigt das enorme moralische Gefälle zwischen Israel und seinen Feinden

Fundstück:

Es war einer jener Momente, in dem Weltpolitik plötzlich auf das Allein-Menschliche zusammenschnurrt. Auf die Rührung eines Vaters, der zum ersten Mal seit fünf Jahren die Stimme seines Sohnes wieder am Telefon hört. Auf die Tränen einer Mutter, die ihr schon verloren geglaubtes Kind wieder in die Arme schließt. Und auf die Erleichterung eines jungen Mannes, der auf israelischem Boden von einem Hamas-Kommando gekidnapped und fünf Jahre lang in Isolation als Geisel gehalten wurde. „Ich bin sehr aufgewühlt. Ich habe schon lange keine Menschen mehr gesehen”, sagte Gilad Schalit im ersten Interview nach seiner Befreiung. Knappe Worte, die erahnen lassen, wie hart diese Jahre waren.

Das sind Momente, die selbst jene abgeklärten strategischen Denker nicht kalt lassen, die davor warnen, dass der hohe Preis, den Israel für die Freilassung bezahlt hat, Anreize für noch mehr Entführungen in der Zukunft bietet. Und man muss nur einen Blick auf die Liste von Terroristen werfen, die Israel ziehen lassen musste, um zu verstehen, dass dies keine einfache Entscheidung war für die Regierung in Jerusalem. Auch der Jubelempfang, der den vielfachen Mördern in Gaza bereitet wurde, trägt einiges zur Ernüchterung auf israelischer Seite bei. Aber was aussieht wie eine strategische Niederlage, ist tatsächlich ein moralischer Sieg Israels. Denn der Staat, der von so vielen Menschen auf der Welt und auch in Europa angefeindet wird, hat deutlich gemacht, um wie viel ihm das Leben eines eigenen Bürgers mehr wert ist als seinen islamistischen Feinden das der Ihrigen. Genau 1027 Mal mehr.

http://flatworld.welt.de/2011/10/18/schalit-deal-zeigt-das-enorme-moralische-gefalle-zwischen-israel-und-seinen-feinden/#more-559

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Thilo Sarrazin legt nach

Vor genau einem Jahr ist sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ eingeschlagen wie eine Bombe. Für seine integrationspolitischen Thesen wurde der damalige Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin von Kanzlerin Angelika Merkel und Bundespräsident Christian Wulff abwärts wild gescholten, Allzeitgrößen wie Ex-Kanzler Helmut Schmidt und der Philosoph Peter Sloterdijk verteidigten die Denkanstöße. Das Buch wurde zum Bestseller, Sarrazins Vorträge wurden gestürmt.

Am Donnerstag kommt der Autor, der seinen Bundesbank-Job verlor und den die SPD aus Angst vor der eigenen Basis lieber doch nicht aus der Partei ausschloss, auf Einladung des ÖVP-Bauernbundes zu einem Vortrag nach Graz. Im KURIER-Interview erläutert Sarrazin unbeeindruckt von jeder Kritik seine umstrittensten Thesen, etwa warum die Intelligenz Deutschlands durch muslimische Zuwanderung sinkt und dass Migranten ihre Kinder als Einkommenssicherung sehen.

Unterklassenproblem

Das Interview:

„Ich möchte nicht, dass das Land meiner Enkel in großen Teilen muslimisch ist, … die Frauen Kopftuch tragen und der Tagesrhythmus vom Ruf der Muezzine bestimmt wird“ – muss man so übertreiben, um gehört zu werden?
Das ist ja keine Übertreibung, das ist die soziale Wirklichkeit in bestimmten Teilen Berlins. Und das verwirklicht sich in hohem Tempo.

Aufgrund der Demographie?
Und aufgrund fortgesetzter weiterer Zuwanderung. Also muss man den Blick auf bestimmte Stadtteile richten und schauen, wie sich dort die Entwicklung in den letzten 40 Jahren vollzogen hat. Die türkischstämmige Redakteurin Güner Balci sagte jüngst in der FAZ am Sonntag über Neukölln: „Vor 20 Jahren war das noch eine bunt gemischte Gesellschaft, dann zogen immer mehr weg, es wurde aggressiver, die Gewalt nahm zu auf den Straßen, immer mehr Mädchen und Frauen trugen Kopftuch, ein anderes Weltbild setzte sich durch.“ Diese Entwicklung ins Negative breitet sich aus.

Und die würden Sie gerne stoppen. Wie?
Erstens: Änderung des Sozialrechts – Zuwanderer bekommen für mindestens zehn Jahre keine Sozialtransfers. Zweitens: Änderung des Aufenthaltsrechts – nur die bekommen Aufenthaltsrecht, die auf Dauer in Deutschland einen qualifizierten Beitrag leisten können und wollen. Drittens: Sozialleistungen und Familienleistungen in Deutschland werden von ausreichenden Sprachkenntnissen und dem Bemühen um Integration abhängig gemacht. Viertens: Die muslimischen Migranten, die bei uns sind, denen muss man ganz klar sagen: Irgendwann werdet ihr Deutsche, auch wenn ihr natürlich weiterhin türkisch kochen und in die Moschee gehen könnt, und wenn ihr das nicht wollt, geht ihr besser zurück. Umfragen zeigen, dass über 60 Prozent der Türken in Deutschland nicht oder nicht gut Deutsch sprechen, und ein Drittel würde sofort Deutschland verlassen, wenn es keine deutsche Sozialhilfe gäbe.

Sie beklagen die demographische Überlegenheit der muslimischen Migranten und die niedrige Geburtenrate der Deutschen. Gleichzeitig sollen nur diejenigen Frauen Kinder bekommen, die das Umfeld und die „persönlichen Eigenschaften haben, mit der Erziehung fertig zu werden“. Ist das nicht ein Widerspruch?
Sie zitieren mich nicht richtig. Jeder kann die Kinder bekommen, die er will. Nur sollten ihm deren Kosten nicht vom Staat finanziert werden. Unabhängig vom Thema Zuwanderung haben wir das Problem, dass die gebildeten Schichten in Deutschland unterdurchschnittlich wenig Kinder bekommen. Das liegt an den Rahmenbedingungen des modernen Sozialstaates: Bei Menschen mit niedrigerem Einkommen und noch mehr bei bildungsfernen Migranten sorgt der Familienlastenausgleich dafür, dass jedes Kind das Haushaltseinkommen um mehr erhöht, als das Kind kostet. Das heißt, das Kind ist dort ein Instrument zur Erzeugung eines höheren Einkommens, während es für die gebildeten Frauen mit guten Arbeitsplatzaussichten Wohlstandsverzicht bedeutet. Darum würde ich die Sozialpolitik so umstellen, dass es keinerlei Anreize gibt, aus materiellen Gründen Kinder zu bekommen.

Sie verquicken das in Ihrem Buch – höchst umstritten – mit der Verteilung der Intelligenz: „Bei höherer Fruchtbarkeit der weniger Intelligenten sinkt die durchschnittliche Intelligenz der Grundgesamtheit“. Das heißt doch: Arm ist gleich dumm, und die dürfen keine Kinder bekommen?
Nochmal: Jeder kann die Kinder bekommen, die er will, er sollte aber selbst für ihren Unterhalt aufkommen. Der Staat muss seinen Beitrag durch das staatliche Bildungssystem leisten. Zur Intelligenz führe ich nur einen Dreisatz durch. Erstens: Die bei Menschen gemessenen Intelligenzunterschiede sind zu 50 bis 80 Prozent erblich, das sagt die Wissenschaft. Zweitens: Gebildete Menschen bekommen deutlich weniger Kinder, das sagt das Statistische Bundesamt. Intelligenz und Bildung sind, wie nicht anders zu erwarten, positiv korreliert. Daraus folgt drittens: Wenn sich der Trend fortsetzt, dass die weniger Intelligenten mehr Kinder bekommen, dann sinkt die durchschnittliche genotypische Intelligenz, also der erbliche Anteil der Intelligenz in der Bevölkerung.

Und Muslime sind dümmer als andere Einwanderer?
Das steht nirgendwo in meinem Buch, und das habe ich auch nicht gesagt. In meinem Buch führe ich die durchschnittlich niedrigere Bildungsleistung der muslimischen Migranten auf ihren durch den Islam geprägten kulturellen Hintergrund zurück. Die Einstellung zu Bildung und Wissen, Eigenschaften wie Fleiß und Genauigkeit und Pflichtbewusstsein vererben sich kulturell. Wir übernehmen zu ganz großen Teilen die Werte und Einstellungen der Kultur und der Schicht, in der wir aufwachsen. Das ist der Grund, warum das Unterklassenproblem in England nicht vernünftig gelöst wird, weshalb Süditaliener anders sind als Mailänder. Und genauso ist das mit den muslimischen Migranten, die wir bekommen: Sie bringen ihre Kulturen mit und erbringen bei uns die Schulleistungen, die sie auch in ihren Heimatländern haben. Ihre Minderleistung ergibt sich nicht aus einer besonderen Benachteiligung bei uns. Die neueste Pisa-Studie zeigt, dass 15-jährige Schüler in der Türkei oder in arabischen Ländern hinter dem durchschnittlichen Schulleistungsniveau in Europa zwei bis drei Jahre zurück sind, dass der Anteil der Minderleister weitaus höher und der der Spitzenleister weitaus niedriger ist. Bei Einwanderern aus Ostasien nach USA, Kanada, Australien oder Europa ist es dagegen umgekehrt, die erbringen durchschnittlich eine weitaus bessere Bildungsleistung als die Einheimischen.

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Mein letzter Leuchtturm: die Grünen

Wolfgang Röhl auf „Die Achse des Guten“

…………

Die großen Instanzen sind weg. Geblieben die Fragen. Libyen zum Beispiel. Ich für meinen Teil verstehe nicht, was da abläuft. Lagen Merkel und Westerwelle nicht doch damit richtig, die Deutschen raus zu halten? Hätte man die Stämme ihre Verteilungsprobleme nicht besser unter einander ausschießen lassen sollen? „Zivile Opfer“ hätte – und hat – es in jedem Fall gegeben, mit oder ohne Nato. Wer will sagen, wie die Rechnung am Ende aussieht? Und wen müsste die Nato denn noch angreifen, wenn man ihre Begründung für den Einsatz – Diktator misshandelt „sein Volk“ – konsequent anwendet? Die halbe Welt, oder? Warum eigentlich wurden Mugabes Schergen nie angegriffen? Warum nicht die Reitermilizen im Sudan? Warum nicht die Militärs in Burma? Warum nicht die Machthaber in Nordkorea? Warum nicht der Jemen, der Iran?

Weil es geopolitisch nicht geht, klar. In Libyen geht vielleicht was. Vor allem geht´s da um Öl. Wäre schön, wenn das mal jemand ausspräche, der etwas oberhalb der ARD- und ZDF-Talkrunden angesiedelt ist. Dann hätten wir eine unmoralische, aber ehrliche Instanz.

Für die kleinteiligen Fragen des Lebens bleibt zum Glück ein Leuchtturm: die Grünen. Wenn ich mal nicht weiß, was ich von gewissen Dingen halten soll, weil ich da nicht à jour bin – Pläne für Bahnhofsumgestaltungen, Flussvertiefungen, Verkehrsvorhaben, Industrieansiedlungen, Forschungsprojekte, Energiekonzepte, Tierschutz, soziale Weichenstellungen, Kultursubventionierung, Familienförderung, Integrationspolitik, you name it, dann höre ich mir einfach an, was die Grünen dazu sagen. Und gehe getrost davon aus, dass das Gegenteil vernünftig ist. In neun von zehn Fällen, so meine Erfahrung, landet man damit auf der richtigen Seite.

Der Claudi und ihren Leuchtturmwärtern: herzlichen Dank.

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Unser Recht auf Schutz

Dem ist nichts hinzuzufügen:

Brennende Autos und willkürliche Gewalttaten werden zur ständigen Bedrohung, die Menschen fühlen sich hilflos. Um die individuelle Freiheit zu schützen, muss der Staat wieder wehrhafter werden

Am Tag, an dem dieser Leitartikel erscheint, wird es wieder Meldungen von brennenden Autos in Berlin oder Hamburg geben. In einer anderen Stadt kann es auf einem Bahnsteig zu einer brutalen Gewalttat gekommen sein. Oder es sind Polizeibeamte und Feuerwehrleute bei einem Einsatz angegriffen worden. Eventuell hat es auch einen neuen monströsen Amoklauf gegeben. Jede Tat hat ihre einzelnen Opfer, doch trifft sie auch die gesamte Gesellschaft. Denn die Gewalttäter wählen ihre Opfer nicht als einzelne Individuen aus; sie sind beliebige Objekte ihrer Willkür. Es kann jeden treffen – und das macht die Gewalt zu einem Politikum. Die Menschen werden unsicher, ob sie noch jederzeit von ihren kleinen und großen Freiheiten Gebrauch machen können. An diesem Punkt ist unser westlicher, offener Lebensstil tatsächlich bedroht. Die Erfahrung der Wehrlosigkeit ist verheerend. Die Bürger müssen mit ansehen, wie leicht und folgenlos die Täter agieren können. Bei vielen ist der Eindruck entstanden, der Staat sei am Ende seines Lateins.

Weiterlesen: Die Welt vom 20.08.11

 

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London brennt – Berlin leider noch nicht

Das bedauert zum Beispiel „riot“ auf Indymedia:

(mit 2x Klicken vergrößern – mit Back-Button zurück zum Artikel)

Die Seite ist nach wie vor online, obwohl auf Indymedia regelmäßig direkt zu Straftaten aufgerufen wird, sowohl gegen Sachen als auch gegen Menschen. Beispielweise gab es während der letzten Fußball-WM einen Wettbewerb, der Prämien auslobte für das gewaltsame Erbeuten von Deutschlandfahnen- und T-Shirts. Der „revolutionäre“ 1. Mai wird hier regelmäßig logistisch vorbereitet, die Brandanschläge von 2009 in Athen mit Todesopfern wurden begeistert gefeiert und Haßbotschaften, mit Adressenveröffentlichung für freiwillige Vollstrecker, gegen Andersdenkende gehören von jeher zum Standardprogramm. Merkwürdig verhalten reagieren Medien und Verfassungsschutz auf diese theoretische Vorbereitung von Gewaltstraftaten.

Offenbar gilt hier in der medialen Aufarbeitung nicht das Verursacherprinzip, welches zum Beispiel die gesamte islamkritische Szene in Sippenhaft nimmt für das Attentat des geisteskranken Mörders in Norwegen. Ein Beleg für die Unsinnigkeit solcher Schuldzuweisungen ist vor allem, dass es nach der Tat keine weltweiten begeisterten Demonstrationen der Zustimmung gab, wie z.B. nach islamistischen Anschlägen üblich. Attentate wie in New York, London, Madrid und anderen Orten sind tatsächlich die Folge ideologischer  Vorarbeit und kommen aus dem Herzen einer Religion genannten Ideologie, die weltweit mit Gewalt und Mord agiert aber in unserer offiziellen Sprache ganz explizit als Islamismus vom eigentlichen Islam unterschieden werden soll.  Laut beklagt wurde das Vorurteil von „Terrorismusexperten“, die unmittelbar nach dem Anschlag in Oslo einen islamistischen Hintergrund vermuteten. Die Basis dieser Vermutungen waren allerdings keine Ressentiments sondern die schlichtweg größere Wahrscheinlichkeit. Als zum Beispiel während des Mordes an Marwa El-Sherbini in einem Dresdener Gerichtssaal der zur Hilfe eilende Polizist im Irrtum auf den helfenden Ehemann des Opfers schoß und nicht auf den europäisch aussehenden wirklichen Angreifer, dann hatte auch das mit der größeren Wahrscheinlichkeit zu tun als muslimische Frau eher von einem nahen Verwandten ermordet zu werden anstatt von einem Fremden.

London brennt – der deutsche Innenminister hält solche Zustände in Deutschland für unmöglich. Zu gut integriert seien Migranten und sozial schwache Schichten. Der Berliner Innensenator erklärt das verstärkende Polizeikräfte aus den anderen Bundesländern dazu gerufen würden. Na dann sind wir ja beruhigt. Kein „Wehret den Anfängen“ wabert durch das Feuilleton. Die leidenschaftliche Kapitalismuskritik tragen viele der Medienmacher und Meinungskontrolleure seit ihrer Studentenzeit im Herzen. Und wenn es bei uns wider Erwarten zu solchen Ausschreitungen kommen sollte, überlegen wir gemeinsam, was wir als Gesellschaft falsch gemacht haben, dass junge Menschen so verzweifelte Dinge tun.

Gut erklärt werden die Ursachen in der „Welt“ vom 10.08.11:

„Wegerzogene Anstrengungskultur

Andererseits ist es genauso wahr, dass wir in den durchlässigsten Gesellschaften leben, die es historisch gesehen je gab. Das heutige Großbritannien unterscheidet sich eben deutlich von dem am Beginn der Industrialisierung, als es undenkbar war, dass ein Arbeiterkind jemals den Aufstieg schaffen würde. Heute geht das. Das Unterschichtskind muss sich nur ein wenig mehr anstrengen als die Tochter aus dem Bürgertum, um nach oben zu kommen. Und hier kommen wir zur eigentlichen gesellschaftlichen Misere in den europäischen Elendsvierteln: Gerade den auf Sozialhilfe lebenden Unterschichten haben die Jahrzehnte des fürsorglichen Sozialstaats jede Anstrengungskultur wegerzogen. Denn es ist ja nicht so, dass der Staat in den Problemvierteln keine Bildungsangebote machen würde. Nur viel zu viele entscheiden sich, diese Angebote gar nicht zur Entwicklung der eigenen Fähigkeiten annehmen zu wollen. Schließlich gibt es auch keinen Grund dafür. Der Scheck vom Sozialamt kommt ja ohnedies.

Hang zur Selbstviktimisierung

Die Plünderer und Brandschatzer sind Kinder genau jenes Anspruchsdenkens, das nur noch danach fragt, was die Gesellschaft einem angeblich schuldet anstatt zu fragen, was man selbst zur Gesellschaft (oder auch nur zur eigenen Entwicklung) beitragen könnte. Jahrelang wurde ihnen eingeredet – und sie haben es sich selbst eingeredet – , dass sie Opfer der Verhältnisse sind. Und dieser Hang zur Selbstviktimisierung macht es dann weit einfacher, die Schwelle zur Gewalt zu überschreiten. Schließlich holt man sich ja nur das, wovon man glaubt, dass es einem ohnehin zustehen würde.

Es ist deshalb höchste Zeit, die Debatte wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und das Offensichtliche zu artikulieren: Jeder ist seines Glückes Schmied und selbst dafür verantwortlich, ob er die vielen Gelegenheiten nutzen will, die ihm die Gesellschaft zur Ausbildung und zum Aufstieg bietet. Die marodierenden Banden von London, Liverpool und Birmingham sind keine Sozialrevolutionäre. Es sind Verlierer, die anstrengungslosen Wohlstand wollen und nun die Gelegenheit gesehen haben, eine Abkürzung zu nehmen, indem sie Scheiben von Läden einschlagen und sich dann bedienen.

Diese Phänomene wird man nur eindämmen können, wenn man diesen Leuten keine Entschuldigungen mehr liefert für ihr Verlierertum. Das heißt, den Sozial-Diskurs weg zu führen von den angeblich so widrigen Verhältnissen und wieder nach der Eigenverantwortung jedes Einzelnen zu fragen. Die Gesellschaft kann und sollte Chancen eröffnen. Ergreifen muss sie dann schon jeder selbst.“

Die Linke und die Gewalt:

 

Anbei ein Fundstück aus dem Netz zum „Vorgehen“ der Londoner Polizei bei einer  Demonstration 2009. „Allahu Akbar“ und „Free Free Palestine“ intoniert der Mob und abgesehen von dem Verdacht, die Demonstranten kämpfen irrtümlich an einem völlig falschen Ort für ihre Freiheit, könnte man annehmen die Polizisten in „Londonistan“ haben eine Spezialausbildung im Rückwärtsgehen absolviert und das ehemals als Eigensicherung bekannte Verhalten wurde aus der Dienstvorschrift gestrichen. Die Pistole am Gürtel dient jedenfalls offensichtlich nur noch als Gegengewicht zum Funkgerät.

 

„Übrigens wurden die #LondonRiots auf Englisch verabredet. Die Sprache wird hier unschuldigen Kindern beigebracht. Denkt mal darüber nach.   “ Twitter“

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Sarrazin befreite Zone

Sarrazin hat sich da eine ganz miese Nummer erlaubt und das Gebührenfernsehen ließ sich von ihm sogar noch einspannen. Er stolzierte einfach so durch Kreuzberg, obwohl doch jeder wusste, wie das ausgehen wird. Mit Protesten, spontaner Mobbildung und Gewaltandrohungen. Alles vom ZDF aufgenommen, das den Beitrag am kommenden Freitag senden wird. Es ist eine billige Provokation, die da abgelaufen ist. Man könnte auch einen Juden durch eine national befreite Zone schicken oder einen Fan von Schalke 04 in den Block des BVB setzen. Überall wäre der Skandal vorprogrammiert. So auch in Kreuzberg.

Es ist bekannt, dass Kreuzberg weltoffen, fröhlich und kreativ ist, aber alles hat natürlich seine Grenzen. Die Kreuzberger Toleranz zum Beispiel deckt folgende Problemfälle nicht ab:  Atomkraft-Befürworter, S21-Unterstützer, Juden, Sarrazin, BILD-Leser, Banker, FDP-Mitglieder, CDU-Mitglieder, ausländische Touristen, Porsche-Fahrer, McDonalds, Aktienbesitzer und Schwule.

Außerdem ist nicht willkommen, wer kein Antikapitalist und kein Antiimperialist ist, wer im Kolonialismus nicht den Hauptgrund für die Probleme Afrikas sieht und den Westen nicht an und für sich schlecht findet. George Bush ist (weiterhin) das Böse, der Papst ebenfalls, dafür Ahmadinedschad aber nicht, weil das rassistisch und islamophob wäre und Rassisten und Islamophobe in Kreuzberg nix verloren haben. Die DDR war kein Unrechtsstaat, die Amis sind am 11. September selbst schuld (auch wegen Südamerika, Pinochet und so, die ganze Außenpolitik halt) und außerdem, wer hat die Taliban denn früher unterstützt? Kriege führt man immer ums Öl, sogar auf dem Balkan, wo es keines gibt. Polizeieinsätze sind Faschismus, der menschgemachte Klimawandel ein Fakt und wer „Deutschland schafft sich ab“ gelesen hat, ein Nazi. Noch schlimmer als lesende Nazis sind aber schreibende Nazis. Und da schließt sich der Kreis, denn Sarrazin hat dieses Buch ja geschrieben und nun wurde er also nach Kreuzberg geschickt, wo der fröhliche Antifaschismus gar nicht anders konnte, als daraufhin Leute zu bedrohen, die mit dem populärsten SPD-Mitglied diskutieren wollten.

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