Bedrohte Schweinefleischfresser

Der Tagesspiegel entdeckt neue Wege und Wahrheiten. Und er beklagt: „Die Bundesrepublik muss sich einem Problem stellen, das bislang unterschätzt, wegdiskutiert oder gar nicht erst wahrgenommen wurde. Obwohl man sehen und hören kann, was da rumort.“ – Ja, lieber Tagesspiegel. Wer sich nicht nur bei euch oder anderen Mainstream-Postillen informiert, weiß schon länger um die wirklichen Zustände im Land.

„Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt“  ist eine Studie des Instituts von Christian Pfeiffer. Sogar diese Studie ergab unter anderem, dass lediglich 10,4 Prozent aller Gewaltdelikte solche waren, bei denen ein deutscher Täter auf ein nichtdeutsches Opfer traf, hingegen 36,2 Prozent aller Gewalttaten von Nichtdeutschen an Deutschen begangen wurden. (S.45), obwohl der Anteil der Nichtdeutschen in der Vergleichsgruppe nur 27 Prozent betrug. Das Pfeiffersche Institut bemüht sich zwar redlich die Zusammenhänge und Zahlen umzudeuten und als Begründung fortwährend die Korrelation von Bildungsdefiziten und Kriminalität aufzuzeigen – trotzdem liegt auch hier klar auf der Hand, dass rassistische Übergriffe wesentlich häufiger von Nichtdeutschen auf Deutsche erfolgen als umgekehrt. An anderer Stelle wird in der Studie berechnet und beklagt, dass Deutsche sich Türken nicht als Nachbarn wünschen, aber Türken sehr wohl gern deutsche Nachbarn haben. Man muß nicht Sozialwissenschaften studieren und Institute gründen, um zu erkennen, dass nicht die Ausländerfeindlichkeit der Deutschen die Ursache dafür ist, sondern der Umstand, dass niemand gern potentielles Ofer von Straftaten sein möchte. Man kann dem Tagesspiegel-Autor seine Verwunderung über die Unterrepräsentation der tatsächlichen Mißstände in den Medien nicht recht abnehmen, schreibt er doch ebenfalls für ein Blatt, was genau darauf achtet, in der Berichterstattung die Nationalität bei Tätern zu verschweigen und bei Opfern deutlich herauszustellen, außer es handelt sich um Deutsche. Bestenfalls darf der Leser sich die Begriffe „südländisch“ und „Migrant“ zurechtdeuten – so werden Italiener bzw. Koreaner pauschal mitverdächtigt. – Wir freuen uns trotzdem wenn die freie Presse den Weg zurück vom volkspädagogischen Bildungsauftrag zum Informationsmedium findet. Besser spät als nie!

Andree G.

Hier der Artikel:

Rassistische Gewalt gegen Deutsche in Deutschland wurde zu lange wegdiskutiert. Wer grundlos Passanten mit den Worten „Scheiß Deutsche“ attackiert, ist ähnlich gestrickt wie ein Angreifer, der „Scheiß Kanaken“ brüllt.

Von dem Überfall gibt es Videobilder. – Foto: Polizei

Der Fall schreckt auf und beschämt. Vermutlich erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine Staatsanwaltschaft junge Migranten angeklagt, aus Rassenhass gegen Deutsche einen Mord versucht zu haben. Auch wenn für die Angeklagten weiterhin die Unschuldsvermutung gilt, ist der brutale Angriff, dem im Februar zwei Deutsche in Berlin auf dem U-Bahnhof Lichtenberg ausgesetzt waren, ein Warnzeichen und ein greller Weckruf.

Rassistische Gewalt gegen Deutsche in Deutschland war bislang kaum ein Thema, weder in der Politik, noch in den Medien oder in der Gesellschaft überhaupt.

Doch was sich auf dem U-Bahnhof abgespielt hat, ist offenkundig kein singuläres Phänomen, wie schon die Ermittlungen in diesem Fall zeigen. Da ist von weiteren Angriffen der vier jungen Migranten aus Kenia, Bosnien, dem Kosovo und dem Irak die Rede, von grundlosen Beschimpfungen deutscher Passanten als „Nazischwein“ und „Scheiß Deutscher“, von Schlägen und Tritten, ähnlich brachial wie bei Gewaltorgien rechtsextremer Skinheads. Alles neu?

Die Bundesrepublik muss sich einem Problem stellen, das bislang unterschätzt, wegdiskutiert oder gar nicht erst wahrgenommen wurde. Obwohl man sehen und hören kann, was da rumort. Im Dezember 2007 prügelten ein Türke und ein Grieche in München einen Rentner fast tot, dabei wurde auch er als „Scheiß Deutscher“ tituliert. Der Fall erregte bundesweit Entsetzen, die dann folgende Debatte drehte sich aber mehr um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts als um das Thema deutschenfeindlicher Gewalt an sich.

Es folgten weitere Angriffe, in Gelsenkirchen und wieder in München, bei denen die Täter ihr Opfer wegen seiner deutschen Herkunft beleidigt haben sollen. Im vergangenen Jahr wagte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, auf Fälle deutschfeindlichen Mobbings in Schulklassen hinzuweisen, in denen Migranten die Mehrheit stellen. Dass deutsche Mitschüler als „Schweinefleischfresser“ diskriminiert wurden, war nur ein Beispiel. Doch auch da verebbte die Debatte bald.

Die große Mehrheit schweigt. Warum das gefährlich ist und der NPD ein Feld eröffnet, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Hier der ganze Artikel im Tagesspiegel

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