London brennt – Berlin leider noch nicht

Das bedauert zum Beispiel „riot“ auf Indymedia:

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Die Seite ist nach wie vor online, obwohl auf Indymedia regelmäßig direkt zu Straftaten aufgerufen wird, sowohl gegen Sachen als auch gegen Menschen. Beispielweise gab es während der letzten Fußball-WM einen Wettbewerb, der Prämien auslobte für das gewaltsame Erbeuten von Deutschlandfahnen- und T-Shirts. Der „revolutionäre“ 1. Mai wird hier regelmäßig logistisch vorbereitet, die Brandanschläge von 2009 in Athen mit Todesopfern wurden begeistert gefeiert und Haßbotschaften, mit Adressenveröffentlichung für freiwillige Vollstrecker, gegen Andersdenkende gehören von jeher zum Standardprogramm. Merkwürdig verhalten reagieren Medien und Verfassungsschutz auf diese theoretische Vorbereitung von Gewaltstraftaten.

Offenbar gilt hier in der medialen Aufarbeitung nicht das Verursacherprinzip, welches zum Beispiel die gesamte islamkritische Szene in Sippenhaft nimmt für das Attentat des geisteskranken Mörders in Norwegen. Ein Beleg für die Unsinnigkeit solcher Schuldzuweisungen ist vor allem, dass es nach der Tat keine weltweiten begeisterten Demonstrationen der Zustimmung gab, wie z.B. nach islamistischen Anschlägen üblich. Attentate wie in New York, London, Madrid und anderen Orten sind tatsächlich die Folge ideologischer  Vorarbeit und kommen aus dem Herzen einer Religion genannten Ideologie, die weltweit mit Gewalt und Mord agiert aber in unserer offiziellen Sprache ganz explizit als Islamismus vom eigentlichen Islam unterschieden werden soll.  Laut beklagt wurde das Vorurteil von „Terrorismusexperten“, die unmittelbar nach dem Anschlag in Oslo einen islamistischen Hintergrund vermuteten. Die Basis dieser Vermutungen waren allerdings keine Ressentiments sondern die schlichtweg größere Wahrscheinlichkeit. Als zum Beispiel während des Mordes an Marwa El-Sherbini in einem Dresdener Gerichtssaal der zur Hilfe eilende Polizist im Irrtum auf den helfenden Ehemann des Opfers schoß und nicht auf den europäisch aussehenden wirklichen Angreifer, dann hatte auch das mit der größeren Wahrscheinlichkeit zu tun als muslimische Frau eher von einem nahen Verwandten ermordet zu werden anstatt von einem Fremden.

London brennt – der deutsche Innenminister hält solche Zustände in Deutschland für unmöglich. Zu gut integriert seien Migranten und sozial schwache Schichten. Der Berliner Innensenator erklärt das verstärkende Polizeikräfte aus den anderen Bundesländern dazu gerufen würden. Na dann sind wir ja beruhigt. Kein „Wehret den Anfängen“ wabert durch das Feuilleton. Die leidenschaftliche Kapitalismuskritik tragen viele der Medienmacher und Meinungskontrolleure seit ihrer Studentenzeit im Herzen. Und wenn es bei uns wider Erwarten zu solchen Ausschreitungen kommen sollte, überlegen wir gemeinsam, was wir als Gesellschaft falsch gemacht haben, dass junge Menschen so verzweifelte Dinge tun.

Gut erklärt werden die Ursachen in der „Welt“ vom 10.08.11:

„Wegerzogene Anstrengungskultur

Andererseits ist es genauso wahr, dass wir in den durchlässigsten Gesellschaften leben, die es historisch gesehen je gab. Das heutige Großbritannien unterscheidet sich eben deutlich von dem am Beginn der Industrialisierung, als es undenkbar war, dass ein Arbeiterkind jemals den Aufstieg schaffen würde. Heute geht das. Das Unterschichtskind muss sich nur ein wenig mehr anstrengen als die Tochter aus dem Bürgertum, um nach oben zu kommen. Und hier kommen wir zur eigentlichen gesellschaftlichen Misere in den europäischen Elendsvierteln: Gerade den auf Sozialhilfe lebenden Unterschichten haben die Jahrzehnte des fürsorglichen Sozialstaats jede Anstrengungskultur wegerzogen. Denn es ist ja nicht so, dass der Staat in den Problemvierteln keine Bildungsangebote machen würde. Nur viel zu viele entscheiden sich, diese Angebote gar nicht zur Entwicklung der eigenen Fähigkeiten annehmen zu wollen. Schließlich gibt es auch keinen Grund dafür. Der Scheck vom Sozialamt kommt ja ohnedies.

Hang zur Selbstviktimisierung

Die Plünderer und Brandschatzer sind Kinder genau jenes Anspruchsdenkens, das nur noch danach fragt, was die Gesellschaft einem angeblich schuldet anstatt zu fragen, was man selbst zur Gesellschaft (oder auch nur zur eigenen Entwicklung) beitragen könnte. Jahrelang wurde ihnen eingeredet – und sie haben es sich selbst eingeredet – , dass sie Opfer der Verhältnisse sind. Und dieser Hang zur Selbstviktimisierung macht es dann weit einfacher, die Schwelle zur Gewalt zu überschreiten. Schließlich holt man sich ja nur das, wovon man glaubt, dass es einem ohnehin zustehen würde.

Es ist deshalb höchste Zeit, die Debatte wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und das Offensichtliche zu artikulieren: Jeder ist seines Glückes Schmied und selbst dafür verantwortlich, ob er die vielen Gelegenheiten nutzen will, die ihm die Gesellschaft zur Ausbildung und zum Aufstieg bietet. Die marodierenden Banden von London, Liverpool und Birmingham sind keine Sozialrevolutionäre. Es sind Verlierer, die anstrengungslosen Wohlstand wollen und nun die Gelegenheit gesehen haben, eine Abkürzung zu nehmen, indem sie Scheiben von Läden einschlagen und sich dann bedienen.

Diese Phänomene wird man nur eindämmen können, wenn man diesen Leuten keine Entschuldigungen mehr liefert für ihr Verlierertum. Das heißt, den Sozial-Diskurs weg zu führen von den angeblich so widrigen Verhältnissen und wieder nach der Eigenverantwortung jedes Einzelnen zu fragen. Die Gesellschaft kann und sollte Chancen eröffnen. Ergreifen muss sie dann schon jeder selbst.“

Die Linke und die Gewalt:

 

Anbei ein Fundstück aus dem Netz zum „Vorgehen“ der Londoner Polizei bei einer  Demonstration 2009. „Allahu Akbar“ und „Free Free Palestine“ intoniert der Mob und abgesehen von dem Verdacht, die Demonstranten kämpfen irrtümlich an einem völlig falschen Ort für ihre Freiheit, könnte man annehmen die Polizisten in „Londonistan“ haben eine Spezialausbildung im Rückwärtsgehen absolviert und das ehemals als Eigensicherung bekannte Verhalten wurde aus der Dienstvorschrift gestrichen. Die Pistole am Gürtel dient jedenfalls offensichtlich nur noch als Gegengewicht zum Funkgerät.

 

„Übrigens wurden die #LondonRiots auf Englisch verabredet. Die Sprache wird hier unschuldigen Kindern beigebracht. Denkt mal darüber nach.   “ Twitter“

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