Die Mär vom rechten Schreckgespenst

Die Vernunft greift um in Europa. Aller sozialistisch anmutenden Umerziehungsmaßnahmen zum Trotz haben sich überraschend viele Bürger – auch hierzulande – ihren Menschenverstand bewahrt. Kein Wunder, dass die hiesigen Mitinitiatoren der gleichgeschalteten Selbstabschaffung längst ein Schreckgespenst sehen. Was Spiegel-Schreiber Jakob Augstein (Foto) in seinem aktuellen Artikel jedoch gekonnt übergeht: seine Idee von Europa ist das wahre Schreckgespenst. Der linke Trend bekommt Gegenwind. Und das ist auch gut so.

(Kommentar von Frank Furter)

Es wurde oft gesagt. So oft, dass es längst abgenutzt erscheint. Doch wahr ist es trotzdem: der erste grüne Ministerpräsident in einem deutschen Bundesland verdankt seine heutige Inthronisation den Geschehnissen im japanischen Fukushima. Und der hysterischen Berichterstattung hierzulande.

Wer die politische Entwicklung in der Bundesrepublik seit dem Wahlsieg der Grünen in Baden-Württemberg objektiv verfolgt hat, muss zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, dass das Votum von knapp 30 Prozent grünen Wählern im Südwesten – ein Bruchteil der gesamtdeutschen Bevölkerung also – mittlerweile maßgeblich die Inhalte und Ausrichtung der gesamtdeutschen Politik diktiert. Die Medien haben „grün“ vom sympathischen Hype zur alternativlosen Weltanschauung erhoben. Dass die Mehrzahl der Bevölkerung das anders sieht, wird gekonnt ignoriert.

Tatsächlich ist der Wunsch nach Erhalt der Umwelt und des Lebensraumes für nachfolgende Generationen keine exklusive Idee der Grünen. Im Gegenteil, sie missbrauchen diese „von Natur aus“ positiv besetzte Farbe, um damit ihre wahre politische Ausrichtung zu kaschieren. Und die ist links. Ur-typisch links.

Das wiederum dürfte ganz im Sinne Jakob Augsteins sein, der in seinem aktuellen Spiegel-Beitrag zu der Erkenntnis kommt, dass außer den Grünen alle deutschen Parteien mit dem „rechten Virus“ infiziert seien. Diesen Virus leitet Augstein aus dem Ergebnis einer Forsa-Umfrage ab, in der es heißt:

• 70 Prozent der Befragten finden, Deutschland gibt zu viel Geld nach Europa.
• Knapp die Hälfte verlangt, dass die Zuwanderung nach Deutschland drastisch reduziert werden muss.
• 38 Prozent sind der Meinung, der Islam passe nicht zu unserem Lebensstil und sei eine Bedrohung unserer Werte.
• Und 30 Prozent fordern ein “unabhängiges Deutschland ohne den Euro, in das keine Europäische Union hineinregiert”.

Die genannten Ansichten, so das Ergebnis der Studie, sind bei Anhängern aller etablierten Parteien nachweisbar. In unterschiedlicher Gewichtung zwar, aber sie sind da. Nur eben bei den Grünen nicht.

Folglich kämen, so Augstein, die Parteien ihrem „Erziehungsauftrag“ nicht nach, den das Grundgesetz gebiete. Dieser „Erziehungsauftrag“ gilt freilich nur für jene Positionen, die der Vorzeige-Linke Spiegel diktiert: „ein ausgeglichenes Verhältnis zum Islam“ beispielsweise, oder „eine tatkräftige Zuwanderungspolitik“.

Kurzum: Augsteins Beitrag ist eine Frechheit. Er ist das Exempel seiner ideologischen Überheblichkeit. Und er beleidigt den guten Geist der Demokratie. Die nämlich basiert auf dem Willen des ganzen Volkes; und nicht nur auf dem seiner linken Vertreter.

Ja, Deutschland gibt zu viel Geld nach Europa. Ja, Zuwanderung muss drastisch reduziert werden. Nein, der Islam passt nicht zu unserem Lebensstil und ja, er bedroht unsere Werte. Und nein, Deutschland braucht keinen Euro, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Und eine Europäische Union, die gesetzgewordenen Irrsinn in ihre Mitgliedsstaaten hinein diktiert, braucht es schon gar nicht.

Diese Positionen sind weder rechts, noch links. Sie sind vernünftig angesichts dessen, was seit Jahren und Jahrzehnten in Deutschland und Europa passiert. Sie sind das Ergebnis der Lebenserfahrung vieler Menschen. Die jedoch ignoriert Jakob Augstein, er setzt sich über sie hinweg. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die Realität, so ließe es sich deuten, hat sich gefälligst der Augstein’schen Moral- und Ideologiewelt anzupassen – und nicht umgekehrt.

Viele Menschen in Europa haben sich ihren Menschenverstand bewahrt. Die Frage ist nämlich nicht, was die feinen deutschen Söhne der Alt-68er als links oder als rechts auffassen. Die Frage ist, was das beste für die jeweiligen Völker ist. Gerade in diesem Zusammenhang haben sich so manche typisch linke Positionen als Irrweg erwiesen; mehr noch, als Schaden für eine jede Gesellschaft. Auch das ist eine Lebenserfahrung vieler Menschen.

In anderen Ländern sind diese Lebenserfahrungen Teil des öffentlichen und medialen Diskurses und finden somit nicht zufällig, sondern folgerichtig ihren Weg in die politische Auseinandersetzung. Entweder erlangen sie Beachtung in den etablierten Parteien, oder es entwickeln sich eben ganz neue. Das ist Demokratie, ob es Herrn Augstein gefällt oder nicht.

Dass diese Entwicklung in Deutschland bisher ausgeblieben ist, liegt nicht nur an der nationalsozialistischen Vergangenheit, sondern ebenso an der deutlich anti-nationalen, tendenziell sozialistischen Gegenwart, vor allem in den Medien. Die Meinung des Volkes wird nicht nur geächtet und ignoriert, sondern gar beleidigt und diskreditiert. Deutschland steht unter dem Diktat einer genauso verblendeten wie überheblichen Meinungsmacher-Klicke. Eine Diktatur der Besserwisser, sozusagen.

Dabei wissen sie es nicht besser, im Gegenteil. Die Ideologie der Augsteins dieser Republik schäumt geradezu über vor Denkfehlern und Fehleinschätzungen, vor Widersinn und Lüge. Erkennbar ist das nicht nur, aber auch, an der paranoiden Angst vor allem „Rechten“. Tatsächlich hat die Geschichte längst bewiesen, dass nicht nur das „nationale“ ein Übel ist, wenn es aus den Fugen gerät, sondern ebenso das „sozialistische“.

Die Mär vom rechten Schreckgespenst hat keine realpolitische Berechtigung. Sie ist das mediale Instrument einer anti-demokratischen und pro-sozialistischen Bande, deren Ideologie sich anmaßt, die Welt am besten organisieren zu können, obwohl sie elementare Gesetze der Natur nicht verstanden hat, ignoriert, mitunter gar verteufelt. Die Wahrheit ist, Männer und Frauen sind unterschiedlich. Christen und Moslems sind unterschiedlich. Völker sind unterschiedlich. Menschen sind unterschiedlich. Der Sozialismus ist der größte Feind des Individuellen. Und das ist längst keine neue Erkenntnis.

In Deutschland, genauer gesagt in Baden-Württemberg, werden nun die Grünen einmal mehr beweisen, welch destruktive realpolitische Kraft in ihrer scheinbar guten Theorie steckt. Nicht zufällig steht Bildungspolitik bei ihnen ganz oben auf der Agenda. Eines der erfolgreichsten Bildungssysteme Europas kommt nun in den Genuss der selben Irrtümer, die schon andere deutsche Bundesländer auf die letzten Plätze in Pisa-Studien geführt hat. Gleiche Chancen für alle, heißt es in der Theorie. Weniger Chancen für alle, wird die realpolitische Praxis sein.

Damit führen die scheinbar Grünen in Baden-Württemberg im Kleinen vor, woran die offensichtlich Linken im großen Europa längst gescheitert sind: an ihrem Irrglauben, alles mit Zwang vereinheitlichen zu können; und an ihrem Irrweg, die Menschen in eine Form pressen zu wollen, die jegliche Eigenart, jegliche Individualität und jegliche natürlich gewachsene Identität ignoriert.

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