Sarrazin-Debatte: Die Elten stehen gegen die Bürger

Die Bürger haben ein feines Gespür dafür, ob jemand mundtot gemacht werden soll. Der Fall Sarrazin ist noch nicht zu Ende. Gewinner gibt es bisher keine, Verlierer schon. Ein Kommentar.

An erster Stelle hat die Bundesbank verloren. Und das nicht wegen ihres angeblichen Ansehensverlustes durch die umstrittenen Thesen eines ihrer Vorstandsmitglieder, sondern wegen ihrer mangelnden Unabhängigkeit, die so zutage kam. Diese Unabhängigkeit gehörte zu den Wesensmerkmalen der Bonner Republik und wurde von Kohl und Weigel nicht immer zur Freude unserer Partner an die neue Europäische Zentralbank weitergereicht; sie ist seit ein paar Tagen Geschichte.

Die Kanzlerin hat dabei wieder einmal bewiesen, dass ihr die Traditionen der alten Bundesrepublik Hekuba sind. Die Folgen sind kaum absehbar. Denn wie soll man künftig noch der Autorität einer Institution in Sachen Geldpolitik vertrauen, wenn sie sich schon in einer solchen, sie allein betreffenden Personalfrage den Weisungen der Politik unterwirft. Der zweite Verlierer heißt Christian Wulff. Es wäre seine Aufgabe gewesen, vorurteilslos zu prüfen, ob das Abwahlbegehren des Bankvorstandes berechtigt und vor allem juristisch haltbar ist. In dem er schon vor dem Rausschmiss zu erkennen gab, dass er einen solchen richtig und gut fände, hat er seine Autorität verspielt. Vor jedem deutschen Gericht würde der davon Betroffene mit dem Antrag auf Befangenheit reagieren. Weiterlesen:

http://www.tagesspiegel.de/meinung/sarrazin-debatte-die-eliten-stehen-gegen-die-buerger/1919382.html

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