„Er lästerte Gott auf unglaublich infame Weise!“

„Er hat Jehova gesagt!“

Gerade jetzt im Moment wimmelt es geradezu in den Medien von bestens integrierten erfolgreichen Migranten, die ihre Erfolgsgeschichten präsentieren, wie um ein Gegengewicht zu schaffen zur aktuellen Debatte.

Das Grundproblem der Integration in Deutschland ist ja vor allem, dass man Zugezogenen Menschen nicht Werte vermitteln kann, die eigentlich selbst für Deutsche tabu sind. Heimatgefühl oder Stolz auf die Muttersprache sind verpönt.

Thilo Sarrazin polarisiert wie schon lange niemand mehr. Eine Ventilwirkung hat die Debatte offensichtlich. Die große Diskrepanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung ist deutlicher denn je. Ein klassisches „Des Kaisers neue Kleider“ wird seit Jahren aufgeführt. Die aus der DDR bekannte Zensur der Schere im Kopf ist fester Bestandteil öffentlicher Meinungsäußerung. Sicher gab es Hendryk M. Broder und andere Autoren auch vorher, die nicht hinter dem Berg hielten mit abweichender Meinung, aber jetzt ist es etwas anderes. Thilo Sarrazin ist frei von dem Verdacht sich produzieren oder profilieren zu wollen mit einem Aufsehen erregenden Thema. Was Ihn von seinen schärfsten Kritikern unterscheidet ist vor allem folgendes: er ist maximal Talkshow-inkompatibel, den Fakten verhaftet und schert sich keinen Deut um seine Außen- oder Bühnenwirkung. Warum auch? Er hat eine uneitle Karriere gemacht als Politiker und Beamter und steht eigentlich vor dem verdienten Ruhestand. Man glaubt ihm, dass ihn sein Gewissen und eine Empörung über unhaltbare Missstände und das systematische Verschweigen oder Beschönigen der Selben auf die Barrikade treibt. Was man Thilo Sarrazin auf höchster Ebene übel nimmt, aber leider nicht offiziell vorwerfen kann ist, dass er als Repräsentant der Staatsmacht die Verabredung gebrochen hat, bestimmte Zahlen und Statistiken einfach nicht öffentlich zu erwähnen, sondern gebetsmühlenartig immer wieder die schönen Erfolge der Integrationspolitik hervorzuheben. Politiker wie Laschet,  Böhmer oder Roth haben wahrscheinlich nie Kontakt mir den harten Realitäten gehabt,

Wenn etwas trifft, trifft es auch zu, heißt es zu Recht. Eine Hexenjagd, ein Tribunal, ein Aufstand der vermeintlich Anständigen beherrscht die Medien wie nie zuvor. Alle Berufsempörten von der ersten bis zur letzten Reihe laufen zur Hochform auf und übertreffen sich mit gegenseitig mit phrasierten Gemeinplätzen und die politisch Verantwortlichen rudern verzweifelt im Kreis. Ein erster Höhepunkt der Medienkampagne fand statt als ja überhaupt niemand das ganze Buch gelesen haben konnte und es steht zu befürchten, dass ein Großteil der Meinungsführer auch jetzt nur Auszüge und begleitende Interviewpassagen kennt. Allerdings wäre eine Diskussion über ganz reale Fakten und Zahlen ebenso anstrengend wie verwirrend. Es ist immer einfacher die Nazi- und Rassistenkeule zu schwingen und Anschauungen lieber zu fühlen als sachlich zu begründen.

Das Volk ist eben ein großer dummer Junge der nicht alles wissen darf und den man nicht an wichtigen Entscheidungen beteiligt. Sicherheitshalber haben wir deswegen keine direkte Demokratie, wie unsere Schweizer Nachbarn, sondern nur eine parlamentarische.

Andree G.

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2 Antworten zu „Er lästerte Gott auf unglaublich infame Weise!“

  1. frances schreibt:

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